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Dammbruch

Dammbruch DEK Olfen 2005 von oben

Man versteht in der Binnenschifffahrt unter einem Dammbruch (Deichbruch) das Einbrechen eines Dammes z.B. am Kanal beziehungsweise eines Deiches am Meer oder Flusses. Ein Damm kann brechen durch z.B. zu hohen Wasserdruck, Baustellen, Erdaufweichung durch das Wasser, Hochwasser (Regen, Schneeschmelze), Tiere (z.B. Biber), Erdbeben, Erdsenkungen (Ruhrgebiet - Kohleabbau unter Tage), Konstruktionsfehler oder Unwetter (Sturmflut, Tsunami usw.).

Typisch ist, dass eine kleine undichte Stelle (Leck) durch immer mehr und schneller ausströmendes Wasser immer mehr Erdreich mitgerissen (weggespült) wird. Eine Kettenraktion die dann zum "Dammbruch" führt. mehr

Dammbruch DEK Olfen 2005 von oben

Schutzmaßnahmen

Einen Dammbruch versucht man in der Binnenschifffahrt zu verhindern indem man ihn befestigt z.B. durch das Aufschütten von Sand und/oder Steinen, mit Baumstämmen, Sandsäcken, Steinplatten oder Textilmatten.

Dammbruch ESK Erbstorf 1976

Dammbruch ESK 1976

Der Elbe-Seitenkanal wurde nach achtjähriger Bauzeit am 15.06.1976 für die Schifffahrt freigegeben. Am 18.07.1976 nach nur 33 Tagen Betrieb mußte der Kanal allerdings wieder für die Schifffahrt gesperrt werden, wegen eines Dammbruches in der Gemeinde Adendorf im Ortsteil Erbstorf. Der Kanal brach an einer Unterführung und über 5 Millionen Kubikmeter Wasser überfluteten das Umland. Nach Behebung des Schadens und Durchführung zusätzlicher Sicherungsmaßnahmen an Einzelbauwerken wurde der Kanal am 24.06.1977 wieder in Betrieb genommen. mehr

Dammbruch DEK Olfen 2005

Dammbruch DEK Olfen 2005 - Übersicht

Quelle: Karl-Heinz Czierpka

Am 11.10.2005 ist es an der Überführung (DEK Km 23,24) über die Lippe (bei Olfen) zu einem Leck (Dammbruch) gekommen. Dadurch ist der Kanal auf einer Länge von 7,68 km zwischen den Sperrtoren Schlieker (DEK Km 29,39) und Datteln (DEK Km 21,71 leergelaufen. 1,3 - 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser, das sich zum Glück in die, in unmittelbarer Nähe liegende Lippe abfloss. Flußabwärts gab es Hochwasseralarm und erste Evakuierungen, der Wasserstand stieg aber nicht über den Wert eines durchschnittlichen Winterhochwassers. Die Befürchtungen, das Schlieker Tor aus den 30er Jahren könnte den ungeheuren Druck nicht standhalten, bewahrheiteten sich zum Glück nicht. Der Schiffsverkehr konnte erst wieder am 15.12.2005 wieder freigegeben werden. mehr


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