Kein Land in Sicht

Irgendwann hat das Mobiltelefon die Netzsuche von allein beendet. Sinnlos hier draußen, hunderte von Seemeilen weg von der nächsten Küste. Keine Anrufe mehr. Ruhe. Nicht mal mehr die Chance, eine Kurznachricht abzusetzen. Wunderbar. Oder wie Joachim Ringelnatz sagen würde: „Ach, ich möchte einmal wieder, Als Matrose im Atlantik kreuzen, Um mein Herz und meine Lieder, In die wilden Wetter auszuschneuzen.”
Es gibt sie also noch, die legendären Transatlatikrouten. Dabei folgen moderne Kreuzfahrtschiffe den Kursen der alten Zwei- und Dreimaster, die einst auf das Windkarussel des Ozeans aufsprangen, um von Europa in die Neue Welt zu segeln. Fahrten auf der Queen Mary 2 von New York nach Hamburg wohnt dieser alte Geist inne. Sechs Seetage sind es auf dem Flaggschiff der Reederei Cunard bis nach Southampton. Mehr Meer geht nicht.
Auch andere Reedereien bieten Passagen ohne Stop-and-Go-Charakter an. Statt heute hier, morgen da, und übermorgen wieder woanders vor Anker zu gehen, steht das exklusives Seevergnügen im Vordergrund. Endlich bleibt mal Zeit, das vielfältige Freizeitangebot der heutigen Schiffe genüsslich auszukosten: Wellnessbereich und Fitness-Center, Spezialitäten-Restaurants und Lounges, Poollandschaft und Zigarrensalon, Tennisplatz oder Abendshows. Dazu genug Ruhe einmal ein Buch auszulesen. mehr


(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken