Schifferschule Petershagen 1938 - 1994

VIELEN DANK AN PETER HAAS

50 Jahre Petershagen 50

50 Jahre Petershagen 50

Petershagen (nördl. von Minden) an der Weser war von 1938 bis 1994 Standort der Binnenschifferberufsschule Adelbert Brünner. An der Weser bestanden zur Jahrhundertwende noch keine Schifferschulen; jedoch waren Pru fungen und die Ausfertigung von Schifferpatenten vorgeschrieben. Die Pru fungen erfolgten meistens durch die Landräte und Magistrate von Mu nden, Hameln und Nienburg. Ihnen zur Seite standen zwei Schiffer und ein Baubeamter. Die Patente wurden von der Polizeibehörde des Heimatortes ausgestellt.

Seit 50 Jahren besteht die Schule in Petershagen. 1937 beschlossen die Vertreter der Schifffahrtsverbände Dortmund und Bremen sowie die Kreisberufsschule und die Kreisverwaltung Minden, eine Schifferberufsschule einzurichten.

Der erste Lehrgang begann im Februar 1938 in der Jugendherberge Hausberge an der Porta Westfalica mit Schu lern aus den Kreisen Minden, Hameln, Hannover, Dortmund und Emden. Es waren Schiffsjungen, die vornehmlich auf allen Streckenabschnitten der Weser, dem Mittellandkanal und dem Dortmund-Ems-Kanal fuhren. Nur bis 1943 konnten Lehrgänge durchgefu hrt werden.

Nach etwa 5 Jahren Unterbrechung wurde 1949 der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Die Kreisverwaltung Minden hatte ein altes Herrenhaus in Petershagen - unmittelbar am Strom gelegen - zur Verfu gung gestellt. Internat, Unterrichtsräume und Heimku che wurden vom Schulträger und den Schifffahrtsverbänden eingerichtet und ausgestattet. So entstand die Schifferberufsschule und das Schiffsjungenheim "Adalbert Bru nner" Petershagen.

Die wachsende Zahl von Auszubildenden machte 1958 einen Erweiterungsbau notwendig. Um den Schiffsjungen praktische Kenntnisse in der Bedienung und Wartung von Schiffsmotoren vermitteln zu können, kam 1966 eine gut ausgeru stete Motorenhalle hinzu.

Im gleichen Jahr musste Petershagen die Schu ler der Schifferberufsschule aus Haren an der Ems u bernehmen. Seit 1947 wurden in Haren Lehrgänge durchgefu hrt. Von 1955 - 1966 unterrichteten in der neu eingerichteten Schule drei Lehrer ausschließlich in Unterstufen. Die Schu ler der Oberstufen gingen damals schon nach Petershagen.

Die Einrichtung der Harener Schifferberufsschule war notwendig geworden, da wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs die bereits eingerichteten Schulen die zur Schifffahrt drängenden Auszubildenden nicht mehr aufnehmen konnten.

Ähnlich erging es der Binnenschiffer - Berufsschule Hamburg (Gewerbeschule VII). In drei Kursen zu je 8 Wochen leistete auch diese Schule durch eine intensive Ausbildung einen großen Beitrag fu r den qualifizierten Nachwuchs in der Binnenschifffahrt bis sie 1971 aufgelöst wurde. Petershagen u bernahm auch diese Schu ler.

1991 wurde die Schule und das Schiffsjungenheim in Petershagen geschlossen. Die Schu ler aus diesem Stromgebiet besuchen nun das Schifferberufskolleg RHEIN und Schulschiff RHEIN.

Mit freundlicher Genehmigung des Schifferverein Beuel

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Schifferschule Petershagen

Schifferschule Petershagen

Die Schifferberufsschule 2005

Ehemaligentreffen 2013

„Wie geht's denn Käppi?“ Eine Frage, die durchreisende Binnenschiffer dem Wirt im Alten Fischerhaus zu Petershagen immer wieder stellen. Doch dieses Mal hatten sie die Person ihres Interesses gleich mitgebracht: Am 5. Januar kamen dreizehn einstige Schiffsjungen und der frühere Heimleiter Rudi Schmitz alias „Käppi“ zum ersten Ehemaligentreffen der Schifferschule Petershagen zusammen.

Ein Wiedersehen nach 40 Jahren konnten beispielsweise Hans-Jürgen Stolte und Hans-Jürgen Petermann aus dem Prüfungsjahrgang 1972 feiern, nachdem sie sich gegenseitig auf mitgebrachten Klassenfotos identifiziert hatten. Die Idee für das Treffen ging von einer Facebook-Gruppe aus, in der sich aktuell 52 Ehemalige organisiert haben. Aufgrund der relativ kurzen Vorlaufzeit konnten viele der fahrenden Kollegen nicht anreisen. Das soll beim nächsten Treffen, das für den 4. Januar 2014 geplant ist, anders sein. mehr

Quelle

Vielen herzlichen Dank für die Hilfe (und Berufsausbildung) an Rudi Käppi Schmitz

letzte Aktualisierung

29.05.2024